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Tsetsefliegen, eine Schlange und ein dreifacher Trauerbesuch

  • Autorenbild: Dorle Rodríguez
    Dorle Rodríguez
  • 3. Juni 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Abuko ist ein bekanntes Naturschutzgebiet in Gambia und vor 50 Jahren war es sicher eine Touristenattraktion, aber als wir gestern dort waren, waren wir eher enttäuscht. Auch hier liegt der Müll rum und alles scheint sehr ungepflegt. Hier und da sehen wir einen Affen, andere Kollegen sind im grossen Gehege eingesperrt. Eine 100 Jahre alte Schildkröte (halb im Sand verbuddelt). Und dann... ja das war spannend: Hyänen im Gehege, wo sie das Aas mit den Geiern teilen müssen. Der Wärter lässt uns mit ihm das Gehege betreten und lockt eine Hyänenmama mit ihrem 6 Monate alten Baby zu uns und gibt ihr Wasser aus der Flasche zu trinken. Sie sind grösser, als ich sie mir vorgestellt hatte! Zum ersten Mal, sind wir so nah an Hyänen. Auf dem weiteren Weg, zeigt uns unser Begleiter essbare Samen, die auf Mandinka "Koseto" genannt werden. "Die Kinder lieben sie", meinte er. Ich mag sie auch. Sie schmecken süss. Dann sahen wir hohe Bäume mit grossen Blättern (ich hab ein vertrocknetes in der Hand), eine Palme von einem Parasitenbaum umschlungen und Pedro fühlte sich wie im Dschungel. Sehr genervt haben die Stechfliegen. Beim Ausgang erklärte uns der Wärter, dass sie Fallen aufstellen, um die Population zu kontrollieren und dort hatten sie zwei Gläser: mit Weibchen und Männchen. Als wir die Aufschrift entziffern, stutzen wir: Tsetsefliegen (Glossina Morsitans). Möge Gott uns bewahren! Bewahrt hat er uns heute auch vor einer kleinen Schlange (ca. 0,50 cm), die vor Pedro in ein nahes sandiges Gebiet floh. Wenn wir recht recherchiert haben, handelte es sich um eine Östliche Sandrennnatter (Psammophis orientalis). Dann war die Zeit gekommen, um uns mit dem Pastor zu treffen, denn heute waren Trauerbesuche nötig. Am letzten Wochenende war eine Beerdigungsfeier eine Frau von einem andern Pastor. Und jetzt Montag, starb plötzlich der Bruder (auch Pastor) dieses selben Pastors, der seine Frau verloren hatte. Wir waren eine zeitlang im Trauerhaus mit der Familie und beteten für sie. Dann zeigten sie uns noch kurz das Gemeindehaus (Foto), das in der Nähe ist. Später fuhren wir zu einer anderen Witwe, die grad aus Nigeria zurück ist, wo ihr Mann beerdigt wurde. Er war im April gestorben. Auch mit ihr und ihrem Sohn weinten und beteten wir. Möge der Heilige Geist diese Familien weiterhin trösten und ihnen Seinen Frieden geben!









 
 
 

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