Noch eine Reise ins Innere des Landes
- Dorle Rodríguez
- 11. Juni 2023
- 3 Min. Lesezeit
Letzten Mittwoch fuhren wir wieder ins Landesinnere. Diesmal mit dem Auto. Um 10h gings tatsächlich los. Wieder auf der Südstrasse des Landes. Unser erstes Ziel war SIBANOR, ein in Gambia ziemlich bekanntes Gesundheitszentrum, wo täglich hunderte von Patienten behandelt werden. Ursprünglich wurde des Zentrum von WEC (Weltweiter Einsatz für Christus) gegründet und begann an einem Küchentisch in einer Lehmhütte), aber heute wird es von der Evangelischen Kirche in Gambia betrieben. Wir wollten einen Rollstuhl abgeben. In diesem Zentrum hat vor vielen Jahren unsere liebe Hanni "B" (aus Deutschland) 10 Jahre ihres Lebens im Labor gearbeitet. Sie erklärte uns auch, dass der Text über dem Gemälde des Baobabbaumes von Johannes (14:6) in Mandinkasprache bedeutet: "Jesus sagt: ´ICH BIN der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN". Nachdem der Rollstuhl in gute Hände gegeben wurde, ging es für uns weiter Richtung Soma. Auf dieser Strasse darf man echt nicht schlafen: Kühe auf der Strasse, Tiere auf den Kleintransportern und sogar ein Mann, der auch noch bei 80 km/h hinten an einem Wagen hängt. In Soma angekommen, fuhren wir über die "Senegambia Bridge" (1892m) um ein Grundstück zu begutachten, dass eventuell für die Gemeinden interessant sein könnte. An diesem Nachmittag war es nicht der Saft vom Baobab, sondern die rohe Frucht, die wir mal probierten. Schmeckt wie Baiser mit einem säuerlichen Nachgeschmack. Die Kerne werden ausgespuckt. Dann ging´s dieselbe Strasse wieder zurück und gegen 17h kamen wir müde an. Aber wir werden schon im Frauenkreis erwartet. Ich frage: "Wer hat heute das Thema?" Und die Frauen erklären mir: "Du!" - "Wie bitte...?" Ich war auf nichts vorbereitet, doch die Frauen machten mir Mut, zu ihnen zu sprechen; der Heilige Geist würde schon die rechten Worte geben. So war es wohl auch, denn sie bestätigten mir, dass sie gestärkt wurden. Gott sei Dank! Am nächsten Tag ging Pedro in die Männergruppe - er hatte den Vorteil, dass er sich vorbereiten konnte. Dann war da noch der Abend mit der Leiterschulung. Auch dort hatte Pedro seine Zeit, um neben den anderen Pastoren, seinen Beitrag zur Schulung zu leisten. Gestern besuchten wir 2 Unterrichtsstunden in einer Art Lebensschule (Banjul Bible Training Centre). Pedro ging in die Klasse von "Dämonologie" und ich wurde in "Seelsorge" eingeladen. Auch dort forderte man uns auf zu reden. Danach war eine Art Gottesdienst mit viel Musik und kurzen Ansprachen. Wir sangen das spanische Lied von "Jesus Christus ist so gross, keiner ist wie Er" und Pedro hielt eine Andacht. Später sagte man uns, dass alles aufgenommen war und schon in Facebook hochgeladen war. Ups! Heute waren wir nochmal in der Gemeinde von Ghanatown, wo der Pastor gestorben war. Diesmal durfte ich predigen. Mitten im Gottesdienst fiel auch mal der Strom aus und die Ventilatoren liefen aus... schwitz!!! Aber die Sänger brauchen weder Mikros noch Verstärker. Gott hat die Afrikaner mit potenten Stimmen beschenkt! Nach dem Gottesdienst kam eine Frau auf uns zu, deren Foto wir hier nicht hochladen, um sie zu schützen. Seit 4 Jahren ist sie Christ, vorher war sie Muslimin. Sie erzählte uns von ihrem neuen Leben. Früher war sie in Schlägereien verwickelt (die Narben in ihrem Gesicht erzählen noch davon), erlebte Alkoholmissbrauch und überhaupt ein schlechtes Leben. Allein konnte sie da nicht raus. Aber dann kam Jesus Christus und befreite sie uns sie sagte uns: "Ich bin von neuem geboren!" Gott sei alle Ehre!

















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