Mission:Possible und eine valenzianische Gitarre
- Dorle Rodríguez
- 1. Juni 2024
- 2 Min. Lesezeit
Einmal pro Woche geht mir eine junge Frau zur Hand und wischt den Boden. Dieser Minijob freut sie sehr, weil ein Extra immer willkommen ist für 4 kleine Mäulchen zu Hause. Während sie wischt, stell ich den “proclaimer” an und sie hilft mir, die Audio-Bibel in ihrer Sprache, Mandinka zu finden und zu hören. „Was sagt er? frage ich. “Er erzählt, wie Gott das Licht und die Pflanzen und Tiere erschaffen hat” gibt sie zur Antwort. Etwas später: “Und wovon redet er jetzt?” – “Gott hat Adam und seine Frau erschaffen, die aus seiner Seite kam und beide aßen von der Frucht, die sie nicht essen sollten“. Wunderbar! Wir haben also ziemlich die ersten 3 Kapitel von 1. Mose gehört. Mission:Possible. Mission ist möglich! “Du bist eine gute Christin” sagt sie zu mir. “Wieso das?” frage ich. “Du gehst mit Kleidung in den Pool und zeigst deinen Körper nicht. Als ich das gesehen hab, wusste ich, dass du eine gute Christin bist”. Es ist doch erstaunlich, welche Maßstäbe hier angelegt werden und wie Menschen beobachten. Aber nun freue ich mich doppelt, dass ich mich entschieden hatte mit T-Shirt und Hose in das blaue Nass zu steigen, um meine Übungen zu machen. Wir sind in einem muslimischen Land.
Während ich mit der jungen Frau im Gespräch war, spazierte Pedro über den nahegelegenen Strand. Hier könnt ihr einige Fotos sehen:
Ein junger Mann machte einige sportliche Übungen am Strand und lud Pedro ein, mit ihm zu trainieren. So begann ihre Unterhaltung und der Mann erzählte, dass er den „backway” angetreten war (man versucht mit kleinen Booten nach Europa zu gelangen, um dort ein besseres Leben zu finden). Er wollte nach Spanien, hat es aber nicht geschafft. Gott sei Dank ist er unterwegs nicht ums Leben gekommen! Natürlich möchte er gern weiterhin Kontakt mit Pedro haben und dieser lud ihn ein: „Du kannst mich immer in „Glory Baptist Church“ treffen, die Gemeinde ist ja vielen bekannt hier.
Am Nachmittag kamen diesmal mehr Kinder zum Gitarrenunterricht. Wie schön! Nach dem Unterricht fuhren wir nicht, wie gewohnt, mit dem Taxi nach Hause, sondern liefen die 3 Kilometer zu Fuß. Am Straßenrand, bei den vielen kleinen ambulanten Verkaufsständen, entdeckten wir eine Gitarre aus Valencia. Wir handelten den Preis runter unter nahmen sie für nicht mal 15 Euro mit. Sie ist nicht von guter Qualität, aber für unsere neuen Schüler reicht es.











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