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Matthäus 28:19-20 in der Praxis

  • Autorenbild: Dorle Rodríguez
    Dorle Rodríguez
  • 17. Mai 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Gestern Abend haben wir mit einigen (wir waren 7) aus der Wolofgemeinde, Matthäus 28 in die Praxis umgesetzt, so wie unser Herr Jesus es gesagt hat. Bevor wir auf die Strasse gingen, haben wir noch zusammen gebetet, dort, wo das Gemeindehaus für die Wolofs entstehen soll. Ihr erinnert euch, dass dort viele Mücken rumschwirren. Pedro wurde von einer Tigermücke gestochen, die, wenn ich´s recht gelesen hab, das Dengue Fieber übertragen kann. Danke, wenn ihr dafür betet, dass er verschont bleibt. Dann ging´s los und ich fühlte mich irgendwie wie zu Jesu Zeiten, zumindest stell ich mir das so vor. Die Mitglieder der Wolofgemeinde führten uns durch die sandigen Strassen und wir hielten hier und dort an, um mit Leuten zu reden, gingen aber auch in die Innenhöfe zu den Familien. Wir wurden vorgestellt und wenn die Menschen willig waren, uns zuzuhören, waren wir dran, um etwas zu erzählen - auf Englisch und sie übersetzen uns ins Wolof. Wir sprachen vor allen Altersgruppen, meist Männern. Bei einer Gruppe von Jugendlichen hielten wir an und redeten ein wenig. Ich fragte einen, der einen dicken, glänzenden JESUS-Anhänger trug, ob er Christ sei. Er verneinte. Das sei ein Geschenk eines Freundes. Ein anderer trug eine Art Rosenkranz um den Hals mit einem Kreuz dran, er meinte, er sei Katholik. Wir gingen weiter in einen Vorhof mit Häusern (sie nennen es "compound" = Grundstück), wo mehrere ältere Männer sassen, die nicht lesen können. Zusammen haben wir auf Wolof das 3. Kapitel von Johannes auf dem Handy angehört - über das Treffen von Nikodemos mit Jesus - und dazu ein paar Worte gesagt. Der letzte Hof war für mich der Bedeutendste, weil hier mal eine Kirche war. Auf den ersten Blick hätten wir das nicht erkannt, aber sie zeigten uns die gemauerte Predigtkanzel, die da noch steht. Nebenan seht ihr auf dem Foto eine Frau, die Fisch räuchert und die kleinen Kinder schlucken allen Rauch. Pedro predigte hier über das verlorene Schaf und eine Frau hörte besonders interessiert zu. Am Ende fragten wir sie, ob wir noch für sie beten dürften, für ein besonderes Anliegen - und sie holte ihre 12-jährige Tochter aus dem Haus, die herzkrank ist. Gemeinsam haben wir für das Mädchen um Gesundheit gebeten und wir hoffen, dass unser Herr ihr Barmherzigkeit erweist und sie ganz gesund macht. Heute Abend werden wir wieder in dies Viertel gehen, aber zu andern Häusern. Danke, wenn ihr für dies alles mitbetet. Ein Grund zur Dankbarkeit ist: Heute Vormittag konnten wir unsere Aufenthaltsgenehmigung verlängern, die nun bis zum Abflugtag gültig ist. Gott sei Dank!






 
 
 

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