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Madianagemeinde, Krokodile und Kunta Kinte

  • Autorenbild: Dorle Rodríguez
    Dorle Rodríguez
  • 17. Juli 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Juli 2025

Die letzten 3 Tage ist so viel passiert, dass es mir schwerfällt, mich kurz zu fassen. Während Miriam und María mit Vida am Sonntag zu Glory Baptist gingen, fuhren Pedro und ich mit Pastor Donkor aufs Land in die Gemeinde von Madiana. Echt weit draußen – eine Kirche auf dem Lande. Auf dem Gemeindegrundstück befindet sich ein eigener Brunnen, ein Rohbau einer kleinen Schule und ein kleines Cassava (Yucca/Maniok) Feld. Die muslimischen Nachbarn haben Zementsäcke gespendet, um den Schulbau voranzutreiben. Noch fehlen viele weitere Zementsäcke. Gleich beim Betreten des Gebäudes wurden wir herzlich von Pastor Leon und seiner Frau Veronique begrüßt. Wir haben uns echt wohl gefühlt in dieser kleinen Gemeinschaft. Pedro predigte über den „Armen reichen Mann“ und trug auch ein Lied auf der Gitarre vor. Am Nachmittag fuhren wir mit unserm Besuch zum Konzert von Emmanuel Anderson, der seine neue CD vorstellt. Hier könnt ihr mal reinhören:  

Im Video seht ihr Emmanuel auf einer Holzkonstruktion am Strand. Da waren wir auch schon; ist hier ganz in der Nähe. Wir sind dann nicht bis zum Ende geblieben, denn wir hatten noch eine Verabredung mit dem Fernsehen: Spanien gegen England. Pedro und Pastor Donkor haben echt gut „gespielt“, so dass die Spanier den Europacup gewonnen haben. Herzlichen Glückwunsch, Spanien! Die nächsten Tage trug Pedro sein rotes Fußballtrikot von Spanien und wurde auf der Straße oft beglückwünscht. Die Menschen hier lieben Fußball und viele sind Spanienfans. Montag und Dienstag hatten wir „frei“ und Pedro wurde von unseren Gästen zum Strandspaziergang begleitet, obwohl es schon nach den ersten Minuten heftig regnete.  Schaut mal rein:

Am Nachmittag, um die beiden zu begleiten, gingen wir noch einmal mit zu den Krokodilen. Letztes Mal sahen wir um die 50, diesmal nur 3. Sehr ängstlich näherten sich die Frauen den Reptilen, aber sie haben sich überwunden und die Dickhäuter angefasst.

Last, but not least machten wir heute einen Ausflug. Heute war Feiertag in Gambia. Einige Muslime zählen die Jahre nicht nur nach dem Gregorianischen Kalender, sondern feierten heute Neujahr, nämlich 1446. Wir nutzten diesen freien Tag, um zur James Island zu fahren, im nördlich Teil des Gambiaflusses. Hier soll sich das Leben des Kunta Kinteh abgespielt haben und viele von Euch erinnern sich sicher an die Serie “Roots” (Wurzeln), die von den Sklaven handelt. Der Legende nach (die hier oft als authentisch geglaubt wird), war Kunta Kinteh ein Gambier. Auf die kleine James Insel werden viele Touristen gefahren, denen man die Geschichte von den Sklaven erzählt. Wir starteten unsere Reise am Morgen mit Musa, Vida, María und Miriam und einem jungen Deutschen aus unserer Apartmentanlage. Dann quetschten wir uns in einen “van” für 15 Personen und los ging´s Richtung Hauptstadt Banjul. Dort bestiegen wir die Fähre Richtung Norden und teilten uns die Sitzgelegenheiten mit hunderten von Passagieren. Fliegende Händler verkauften Wasser, Süßigkeiten, Sonnenbrillen, Unterwäsche und vieles mehr. Wieder an Land, erwartete uns ein Taxi und kutschierte uns 7 Richtung James Island, landeinwärts. Nach ca. 40 Minuten hatten wir die Anlegestelle für das schmale Boot erreicht. Die nächste Fahrt von ca. 20 Minuten war total angenehm. Von weitem sahen wir die kleine Insel mit den Baobab Bäumen und alten Ruinen. Wieder erfuhren wir Einzelheiten über das Leben und Sterben der Sklaven auf dieser Insel. Währen der „guide“ ein düsteres Bild der Vergangenheit zeichnete, hatten wir dann aber auch Gelegenheit etwas „Positives“ zu der Geschichte beizutragen. Wir sangen ihnen ein Lied in der Wolof-Sprache vor und sprachen von DEM, der kam, um uns Vergebung zu bringen und uns zu befähigen, anderen zu vergeben: Jesus Christus. Das Tobaski Fest wurde nochmal erwähnt mit Abraham, der bereit war, seinen Sohn zu opfern, dem Gott aber an Sohnesstelle dann ein Tier zeigte, das geschlachtet wurde, damit der Sohn frei ist. All das ist ja ein Bild für das, was Jesus später für uns am Kreuz getan hat: Er starb an unserer statt und besiegte den Tod. Auf der Rückfahrt war wohl nur noch der Fahrer ziemlich wach, wir andern dösten verschwitzt und müde vor uns hin und so waren wir froh, dass wir nach dieser Reise wieder wohlbehalten zu Hause ankamen. Musa und unser deutscher Nachbar wollten nicht mehr mit, aber der Rest machte sich auf zum Restaurant am Strand. Leider hatte es zu, aber der Sohn des Besitzers erkannte uns wieder, rief seinen Vater und - stellt Euch vor – er kam und öffnete sein Restaurant extra für uns und bekochte uns mit dem hier heimischen Barrakuda Fisch mit Reis. So lecker!














 
 
 

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