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Kunsthandwerksmarkt in Brikama

  • Autorenbild: Dorle Rodríguez
    Dorle Rodríguez
  • 15. Juni 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Hier sitzen wir im "Büro", auf einem Sofa der Gemeinschaftsterrasse unserer Unterkunft. Wir nennen es Büro, weil wir hier WLAN haben. Der Himmel ist bedeckt und obwohl das Thermometer "nur" 30ºC anzeigt, ist es unheimlich schwül, da kein Lüftchen weht. Das Land wartet auf den Regen. Nun beginnt unsere letzte Woche dieser aussergewöhnlichen Reise. Gott sei Dank (!!!) für alles, was wir erleben durften und dass Er uns bisher vor aller Krankheit und Gefahr bewahrt hat! Keiner ist wie unser Gott! Gestern waren wir, 1h Autofahrt, auf dem Handwerksmarkt in Brikama. Als wir aus dem Auto ausstiegen, empfing uns ein Vogelkonzert in dem grossen Baum, unter dem wir geparkt hatten. Hunderte von bunten Vögeln waren fleissig am Werk, um ihre ballförmigen Nester fertig zu stellen. Wow! Der Kunstmarkt schien grad erst aufgewacht zu sein. Die Künstler luden uns ein jeder in sein "Geschäft" ein, vielleicht 100 Räumlichkeiten mit je 8-9 m2. Sobald sie erfahren, woher wir kommen, sprechen sie ein paar Sätze in Spanisch oder Deutsch: "Komm rein. Gucken kostet nix". Dann geht´s weiter auf Englisch: "Kauf eine Kleinigkeit, damit ich was zum Frühstücken hab. Nur was ganz Kleines, um den Tag mit Glück zu starten. Du bist mein erster Kunde." Das stimmte. Hier und jetzt waren wir die einzigen Besucher des Marktes. Die Zeit für Tourismus ist eher über den Winter. Zu einem sagte ich: "Ich wünschte, ich wäre Millionärin und könnte hier ganz viel schöne Sachen kaufen. Ihr habt wertvolle Kunst geschaffen. Echt gute Künstler seid ihr!" Am Abend fahren wir in einem Tuktuk zu einer kleinen Gemeinde, wo wir schon mal waren. Ein kurzer Gottesdienst mitten in der Woche. Eine Zeit des Lobpreises und dann spricht der Pastor über das Thema Gebet. Gestern und vorgestern ging es um Fasten. "Gebet ist: Mit Gott reden". Er spricht einfach und wahr. Auch Pedro ist eingeladen, einige Worte an die Gemeinschaft zu richten. Während der Anbetungszeit stehen viele auf und gehen umher, während sie singen oder beten; andere bleiben an ihrem Platz. Zur Kollekte kommt man tanzend nach vorn, um den kleinen Beitrag in den Korb einzulegen. Und schaut mal das Becken vom Schlagzeug. Ihr könnt euch nicht vorstellen, mit welcher Energie der junge Mann sein Instrument spielt! Hier gibt es noch keine Ventilatoren und die Mücken tanzen um uns rum. Ich bin froh, als die Frau vom Pastor mit kühlen Wasserflaschen zu uns kommt. Wir fühlen uns echt willkommen und umsorgt! Gott und Seiner Gemeinde sei Dank!










 
 
 

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