Kinderkrankenhaus und Frauentreff
- Dorle Rodríguez
- 20. Juli 2024
- 2 Min. Lesezeit
Zum ersten Mal fuhren Maria, Miriam und ich heute ohne männliche oder afrikanische Begleitung per Taxi. Pedro blieb zu Hause, denn gestern hatte man ihm mitgeteilt, dass der Predigtplan geändert wurde. Er hält die Predigt am Sonntag. Das Taxi brachte uns in die Hauptstadt Banjul und hielt direkt vor der Tür der Notaufnahme der Kinderklinik von „Edward Francis Small Teaching Hospital”. Wir waren mit Dr. David verabredet. Während wir auf ihn warteten, sahen wir einige Medizinstudenten und Doktoren um ein Kinderbett stehen, auf dem ein weinendes Baby lag. Man hatte wohl grad einen Darmverschluss diagnostiziert. Eine deutsche Ärztin unterhielt sich kurz mit uns, wurde dann aber wieder zum Bett des Patienten gerufen. Wir konnten Dr. David begrüßen, aber er war grad unabkömmlich und so führte uns eine Krankenschwester durch die ganze Pädiatrische Klinik. In der Neugeborenen Abteilung sahen wir zum ersten Mal mit eigenen Augen Siamesische Zwillinge. Die Mädchen waren letzte Woche geboren und am Bauch und einem Bein zusammengewachsen. Leider kann dies Krankenhaus die Operation der Trennung der Körper nicht leisten und die Familie kann die Kosten für eine Operation im Ausland nicht aufbringen. Bitte betet für die Mädchen, die Familie und die Menschen, die sich hier um die Babys kümmern. Bedrückt verließen wir das Krankenhaus und liefen noch ein wenig durch die Hauptstadt, kamen auch am Haus des Präsidenten vorbei.
Für den Nachmittag hatte sich María vorbereitet, um beim Frauentreff eine Andacht zu halten. In ihrer Lebenssituation (verwitwet) waren ihr mehrere Stellen in der Bibel aufgefallen, wo es heißt: „Aber der Herr…“ und sie ermutigte uns, diese Stellen zu lesen und vielleicht zu unterstreichen, denn es geht um schwierige Situationen, in die Gott hineingekommen ist und gehandelt hat. Die Frauen waren aktiv dabei, kommentierten und erzählten aus ihrem Leben und gaben Zeugnis, wie Gott oft Licht ins Dunkle gebracht hat. Wenn die Mücken nicht in Scharen um uns getanzt hätten, wären wir noch lange dort zusammengeblieben, und hätten weiter erzählt…










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