Fischereihafen in Tanji
- Dorle Rodríguez
- 8. Juni 2023
- 2 Min. Lesezeit
Wer nach Gambia reist, muss einmal am Fischereihafen von Tanji gewesen sein; wenn ich auch hier bekennen muss, dass dieser Besuch für den Rest meines Lebens reicht. Das ist nichts für sensible Nasen! Und das sage ich, obwohl ich keinen ausgeprägten Geruchssinn habe. Wir parken am Strassenrand und umgehen die "Räucherzone", um dann durch den Markt zum Wasser zu laufen. Im Markt findest du alle möglichen Produkte, sogar Wolle, mit der ich einen Topflappen gehäkelt hab. Die Ware liegt oft auf Papier oder Plastik auf dem Boden, teils auf Kisten oder Tischchen. Verschiedene Fischarten. Erstaunlicherweise sind hier nicht so viele Fliegen, wie auf andern Märkten, vermutlich, weil wir am Strand sind und eine Brise weht. Ich habe das Gefühl auf Müll zu gehen, überall sind Fischschuppen. Im Wasser sind mehrere Boote, auch mit Männern and Bord und auch die Frauen helfen, den Fisch an Land zu bringen. Dafür waten die Helfer weit ins Wasser, bis zum Boot. Auch hier sehen wir die typisch bunten Boote am Strand. Sogar Schafe laufen hier rum... Dann steht da ein Verkäufer, der eine Frucht anbietet, die wir schon öfter gesehen haben. Heute werden wir sie probieren: KABA. In Plastikbechern ist der Inhalt der Frucht schon gemischt mit rotem scharfen Pfeffer. So mögen es die Menschen hier. Pedro probiert und .... nein, seine Lieblingsfrucht wird dies sicher nicht. Ich möchte auch einen Becher, aber bitte ohne Pfeffer. Der junge Mann schneidet eine Frucht für mich auf und ich teste: Uh, voll sauer! Wie Zitrone. Aber mit Zucker ist es sicher lecker. Die grossen Kerne werden dann ausgespuckt. Später sagte mir jemand, dass er diese Frucht gern gekocht mit Zucker mag, wie Marmelade. Bevor wir zurück zum Auto gehen, sehen wir einen Mann mit einer riesigen Schlange um den Hals. Ein jüngerer Mann steht bei ihm und diesem legt der Schlangenbesitzer das Reptil um den Hals, wobei der junge Mann ganz still steht. Ob da eine Beschwörung im Gange ist? Unser Begleiter erklärt uns, dass das ein Heilungsritual sei. "Das ist doch Aberglaube" antworte ich und er bestätigt: "Ja, total abergläubisch". Zuletzt hänge ich noch ein Foto von einem Luffaschwamm an, den Pedro auf seinen Wanderungen gefunden hat. Wir haben diese Schwämme dann gepellt, gewaschen und nutzen sie nun beim Duschen und besonders zum Füsse waschen. Auch als Topfschwämme sollen sie in der Küche nützlich sein.














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