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Eine traurige Nachricht und andere Neuigkeiten

  • Autorenbild: Dorle Rodríguez
    Dorle Rodríguez
  • 1. Juli 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Heute Morgen überbrachte man uns die traurige Nachricht, dass unser kleiner Patient gestorben ist. In einer WhatsApp Nachricht hieß es: „Assan ... ist ohne Schmerz in den Armen seiner Mutter gestorben. Er wachte heute früh, um halb 5 Uhr auf und sagte seiner Mutter, dass er sterben würde; sie möge ihn in den Arm nehmen. Dann ging er friedlich”. In solchen Momenten können wir Gott nicht verstehen, aber wir vertrauen weiterhin darauf, dass Gott es besser weiß, und dass Er gut ist. Gott ist gut – allezeit – und allezeit ist Gott gut. Gegen 8:30 Uhr wurde der kleine Körper in einem Sarg aus dem Krankenhaus getragen, vermutlich erstmal nach Hause. Ein paar Stunden würde er dort sein, damit der Junge nach muslimischem Ritual gewaschen wird. Später, am selben Tag, würden nur die Männer zur Beerdigung gehen. In der muslimischen Kultur, wird nur der Körper, in ein weißes Tuch eingehüllt, beerdigt, ohne Sarg – und zwar so, dass der Kopf Richtung Mekka gerichtet ist. Hier werden keine Beerdigungskosten bezahlt und es gibt auch keine Regeln für Trauerkleidung. Das Wichtige ist, dass man Präsenz zeigt. Nach einigen Tagen dürfen dann auch die Frauen zum Friedhof gehen. Die trauernde Familie wird dann am 3. Tag besucht und am 7. Tag und auch nach 40 Tagen. Man bringt kleine Geschenk mit und tut Fürbitte. Danke, wenn auch ihr für die trauernde Familie betet.

Eine andere Nachricht erfreute uns: 30 Trennwände wurden hier in Gambia für das Krankenhaus angefertigt, mit gespendetem Geld von einer deutschen Organisation, bei der unsere Vermieter mitarbeiten.

Gestern waren wir in der “Joy Baptist” Gemeinde. Dorle predigte über die wunderbare Befreiung des Petrus aus dem Gefängnis (Apostelgeschichte 12, 1-19). Nach dem Gottesdienst blieb die Jugend noch zusammen und Pedro sprach kurz über das Vorbild aus dem Alten Testament: Daniel, der nach Babylon verschleppt worden war: “Daniel nahm sich fest vor, sich nicht zu verunreinigen“ (nach Daniel 1:8). Normalerweise schließen alle Gottesdienste mit einem gemeinsam gesprochenen Segenswort, das aus Psalm 23 stammt: “Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“

Bevor Dorle heute die 2 Stunden Spanischunterricht antrat, kaufte sie noch etwas Süßes, das einige Frauen vor den Klassenräumen verkaufen. Selbstgemachte Erdnuss-Ecken. Preis: 5 Dalasi (7 Cents). Die Verkäuferin erzählte, dass die tägliche Einnahme um die 200 Dalasi beträgt, ca. 0,40 € Gewinn pro Stunde. Die Frauen sitzen hier manchmal von 9-16 Uhr, um in den Pausen an Lehrer und Schüler zu verkaufen. Während Dorle in der Schule war, drehte Pedro wieder eine Runde. Schaut gern mal rein: https://www.relive.cc/view/vZqN1JNjyG6








 
 
 

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