Ein paar Stunden mit Rashida
- Dorle Rodríguez
- 22. Mai 2024
- 2 Min. Lesezeit
Kaum kam Pedro zurück vom Volleyballunterricht (auf dem Foto seht ihr die weiterführende Schule von der Strasse aus), machte ich mich schnell fertig, um eine liebe Schwester zu treffen, die wir letztes Jahr kennen gelernt hatten. Rashida, ursprünglich aus der Karibik, lebt nun schon viele Jahre in Afrika und auch in Gambia. Sie hat ein brennendes Herz für Jesus Christus und das Reich Gottes. Wir trafen uns bei WEC (Weltweiter Einsatz für Christus). Nachdem wir ein wenig in der kleinen christlichen Bücherstube gestöbert hatten, setzten wir uns unter einen großen Mangobaum und unterhielten uns in seinem Schatten ein paar Stunden über den Islam und das Leben mit Jesus - was Gott alles in Gambia getan hat und tut. Einige Meter weiter saßen 2 Frauen, die grad eine Kinderbibel in die Wolof Sprache übersetzen. Mehr und mehr wurde ich von Mücken oder Fliegen geplagt und ich erinnerte mich – etwas spät :-( - dass die Mücken den Platz unterm Mangobaum lieben. Also gingen wir zu Rashidas Wohnung. Dort wollte sie mir eine “Baby bag”, eine Babytasche zeigen. Vor einigen Jahren startete dies tolle Projekt, das den Müttern nach der Geburt eine selbstgemachte Tasche mit Kinderkleidung, einer selbst genähten Babydecke, Babypuder, Shampoo und Lotion und eine Packung Binden für die Mami gratis übergibt. Diese Baby-bag-Initiative ist eingebunden in ein Impfprogramm für die Neugeborenen, Untersuchung und Aufklärung für die Mütter und hat die Sterblichkeitsrate bei Müttern und Babys enorm gesenkt. Frauen aus unterschiedlichen Gemeinden nähen diese individuellen Taschen und die Babydecken, die dann im Landesinneren in der Klinik SIBANOR, im Norden des Landes und sogar per LKW nach Guinea- Bissau, oft in die entlegensten Ortschaften gefahren werden. Seit einigen Wochen gibt es die Möglichkeit online für diese “Baby-bags zu spenden.










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